Serverkonsolidierung mit Exchange Server 2003 bei der Unternehmensgruppe Henke-Sass-Wolf | Artikel aus INFOLINE 1/2004

Serverkonsolidierung mit Exchange Server 2003 bei der Unternehmensgruppe Henke-Sass-Wolf | Artikel aus INFOLINE 1/2004

Schon kurz nach Veröffentlichung des finalen Codes haben die Tuttlinger Henke-Sass-Wolf Unternehmensgruppe und andere Kunden mit der COMLINE AG bereits die neue Version des führenden Mailsystems eingeführt. Exchange Server 2003 bietet die Möglichkeit, auch in verteilten WAN-Umgebungen mit einer zentralen Exchange Umgebung zu arbeiten. Dies ermöglichte der HSW Gruppe alle sechs Standorte mit nur einem Exchange Server anzubinden.

Der Kunde Henke-Sass-Wolf

Die Unternehmensgruppe HSW ist ein Verbund von drei mittelständischen Industrieunter-nehmen:

– Henke-Sass, Wolf GmbH in Tuttlingen
– thermohauser E. Busch GmbH in Uhingen
– Nolte und Grzeszik GmbH in Göttingen

Insgesamt beschäftigt die Gruppe etwa 500 Mitarbeiter an den Standorten Tuttlingen, Uhingen und Göttingen sowie den Auslandsstandorten in Polen und den Vereinigten Staaten.

Situation analysieren

Die Unternehmen der HSW Gruppe setzten vor Projektbeginn verschiedene Mailsysteme ein. Neben Lotus Domino wurden noch Mercury Mailserver und POP3-Server betrieben. Die verschiedenen Systeme arbeiteten unabhängig voneinander und kommunizierten über das Internet. Die Auslandsstandorte in den USA und in Polen arbeiteten bis zum Projektbeginn mit Sammelpostfächern lokaler Provider. Die Benutzer hatten auf Geschäftsreisen keinen Zugriff auf Ihre Mails.

Ziele festlegen

Die wichtigsten Ziele des Projekts waren nach anfänglichen Workshops mit der COMLINE AG schnell definiert. “Wir wollen die Kommunikation zwischen unseren Standorten und mit unseren Außendienstmitarbeitern optimieren und besser absichern.” formulierte der Projektleiter der HSW Gruppe Bernhard Mattes seinen Hauptwunsch. Schon nach kurzer Zeit stand fest, dass dieses Ziel am besten durch eine Citrix Metaframe Farm erreicht werden konnte. Diese sollte durch eine redundante Firewall-Lösung vor dem unbefugten Zugriff geschützt werden. Die verschiedenen Mailsysteme des Unternehmens sollten durch einen gemeinsamen Mailserver ersetzt werden.

Insbesondere die neuen Funktionen für Mobilbenutzer und der komfortable Outlook Client überzeugten die HSW Gruppe schon sehr früh auf den neuen Exchange Server 2003 zu setzen. “Gerade für Außendienstler bringt Exchange 2003 mit einem völlig neuem Web Access und verbesserter Offline Synchronisation gewaltige Fortschritte.” informierte Bernd Ihle, Leiter Microsoft Solutions bei COMLINE den Kunden.

Sicherheit schaffen

Am Standort Tuttlingen wurden zwei Firewall-Appliances auf Basis von Astaro Security Linux installiert. Neben der Firewall-Funktion wurden die Astaros bei HSW auch als zentrale Internet-Proxy-Server eingerichtet. VPN-Verbindungen wurden für die Niederlassungen und für einzelne Benutzer hergestellt. Durch den Einsatz zweier identischer Firewalls wurde die Hochverfügbarkeit dieser Services erreicht. “Das Umschalten von einem Astaro Server auf den anderen geschieht völlig automatisch im Hintergrund.” ist Mattes von der neuen Lösung überzeugt.

Standorte anbinden

In Tuttlingen wurde eine Terminalserverumgebung für die Außenwerke und Tochterunter-nehmen aufgebaut. Vier Citrix Metaframe XP Server arbeiten im Load Balancing und stellen den Mitarbeitern neben einigen anderen Applikationen unter anderem Outlook 2002 zur Verfügung. Durch eine Zuweisung der lokalen Home-Laufwerke des jeweiligen Außenwerks wurde es den Mitarbeitern ermöglicht, Daten zwischen der Zentralumgebung und den lokalen Fileservern auszutauschen.

Mailsysteme konsolidieren

In Tuttlingen wurde parallel zum bisherigen Mailsystem Lotus Notes ein Exchange Server 2003 auf Windows Server 2003 implementiert und der Altdatenbestand auf das neue System übernommen. Für den Standort Uhingen wurde die Übernahme der Daten des Mercury Mailservers der Schwesterfirma thermohauser über den Pegasus Client und das Protokoll IMAP4 in den Exchange Server 2003 übernommen. In Kürze sollen auch die Benutzer von Nolte & Grzeszik in Göttingen mit Outlook 2002 unter Citrix arbeiten.

Auch beim Mailsystem wurde auf Sicherheit durch eine entsprechende Konfiguration und den Virenscanner NAI McAfeee GroupShield großen Wert gelegt. “Neben Viren nimmt die Anzahl der Spaßmails immer weiter zu. Dies verursacht ein großes Datenbankwachstum.” ist EDV-Leiter Werner Hipp besorgt. “GroupShield wurde daher neben dem Virenschutz auch die Aufgabe der Filterung bestimmter Anhänge zugetragen.”

Mobilbenutzer integrieren

Für die beiden Auslandsstandorte in den Vereinigten Staaten und Polen und die Außen-dienstmitarbeiter der HSW Unternehmensgruppe wurde auf dem Exchange Server der Outlook Web Access 2003 (OWA) in verschlüsselter Form eingerichtet. Es handelt sich dabei um eine Abbildung der Funktionalität von Microsoft Outlook 2003 innerhalb des Internet Explorers. “Dank Outlook Web Access 2003 können meine Außendienstler jetzt einfach über das Internet auf ihre Mails und Termine zugreifen. Dies bringt uns entscheidende Vorteile im Wettbewerb.” meinte der Vertriebsleiter Thomas Ziesemer begeistert. Alternativ können einzelne Mitarbeiter über einen VPN-Zugang auf das LAN zugreifen und dabei über Outlook hinaus auch die weiteren Citrix Anwendungen nutzen.

Fazit

Durch die Einführung von Exchange Server 2003 und Citrix Metaframe wurde die Mailumgebung der Unternehmensgruppe Henke Sass-Wolf erfolgreich konsolidiert. Das Netzwerk wurde durch eine hochverfügbare Firewall-Lösung abgesichert. “Wir sehen bereits heute eine deutliche Steigerung der Produktivität unserer Mitarbeiter in der Bürokommunikation durch das unternehmensweit einheitliche Mailsystem” sagt Projektleiter Bernhard Mattes. “Bei der Migration haben wir von der langjährigen Erfahrung unseres Partners COMLINE profitiert.” In einem nächsten Schritt soll die Kommunikation zwischen Outlook 2003 und Exchange 2003 über die neue Technologie “RPC over HTTPS” evaluiert werden, um den Außendienstmitarbeitern auch eine direkte Synchronisation von Outlook 2003 über das Internet zu ermöglichen.

 
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