Virtuelle Welten aus Redmond | Artikel aus INFOLINE 1/2005

Virtuelle Welten aus Redmond | Artikel aus INFOLINE 1/2005

Nach der Übernahme des Virtualisierungsspezialisten Connectix hat Microsoft die Virtual PC Technologie zum Microsoft Virtual Server 2005 ausgebaut. Die COMLINE AG setzt Virtual PC und Virtual Server bereits seit langem für die Nachbildung von Kunden­situationen und bei der Softwareentwicklung ein. Erste COMLINE Kunden haben die Produkte bereits im Rechenzentrumsbetrieb im Einsatz.

Neue Software

Für Administratoren und IT-Berater gehört es zu den regelmäßigen Aufgaben, neue Softwareprodukte oder Produktaktualisierungen in einer Produktivumgebung zu implementieren. Dies ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da das Zusammenspiel von alten und neuen Komponenten zumeist nicht garantiert werden kann. Ebenso sollen neue Produkte vor dem Produktiveinsatz zunächst evaluiert werden. Früher musste eine Software oftmals ohne vorherigen Test implementiert werden. Oder aber es galt zunächst, die Realität in einer aufwendigen Testumgebungen nachzubilden.

Die COMLINE AG stellt heute die Kundenumgebung in komplexen Migrationsprojekten über virtuelle Server nach. Diese können entweder mit einem lokalem Virtual PC oder über einen zentralen Virtual Server von der IT-Abteilung auch nach Projektende bei künftigen Änderungen an der IT-Infrastruktur als Testumgebung genutzt werden. Wichtig ist hier natürlich, dass Veränderungen immer zuerst in der virtuellen und erst dann in der produktiven Welt durchgeführt werden. Eine Steigerung der Effizienz und Produktivität in der IT-Administration ist die direkte Folge.

Software-Entwicklung

Bei Unternehmen mit eigener Software-Entwicklungsabteilung müssen neue Versionen unter zahlreichen Bedingungen geprüft werden. Neben verschiedenen Betriebssystemen muss hier die Zusammenarbeit mit Datenbanken und anderen Softwareprodukten getestet werden.
Durch die Nutzung von Virtual PC und Virtual Server ist es einem Entwickler möglich, den Zustand seiner Testumgebung zu konservieren bevor er einen neuen Stand einspielt. Dies bringt eine erhebliche Vereinfachung für den Entwickler mit sich.

Einsatz in Produktivsystemen

Selbstverständlich geht der Einsatzzweck von Virtual Server über die Verwendung in Testumgebungen hinaus. Bei Kunden werden zum Beispiel Datenbankserver oder Webapplikationen auf Virtual Server implementiert. Für einen Kunden aus der Automobil­industrie ist Microsoft Virtual Server längst zur strategischen Konzernplattform für virtuelle Systeme geworden. Die Konsolidierung von Servern spart nicht nur Kosten im Hardware-Einsatz, auch der Betrieb kann durch einfache Datensicherungsmechanismen und die schnelle Bereitstellung von virtuellen Maschinen kostengünstiger erfolgen.

Neben der Serverversion wird auch der Microsoft Virtual PC von Kunden produktiv eingesetzt. Hier ist der Haupteinsatzweck die Nutzung von betagten Softwareprodukten unter MS-DOS und älteren Windows-Versionen. Die Altsoftware wird in einem Virtual PC installiert. Sie muss nicht mehr mit neuen Betriebssystem- oder Office-Versionen getestet werden, da sie in der virtuellen Umgebung autark zum Einsatz kommt. Die Produktvariante Virtual PC for Macintosh wird primär von Marketingabteilungen und der Werbebranche genutzt, um PC-Applikationen auf dem Mac verwenden zu können.

Virtual Server als COMLINE Lösung

Während VMware im Bereich Hochverfügbarkeit von virtualisierten Serverumgebungen Alleinstellungsmerkmale bieten kann, profitiert der Microsoft Kunde von einer kostengünstigen und durchgängig vom Hersteller unterstützten Lösung. Die COMLINE AG wurde von den Herstellern mit den jeweils höchsten Zertifizierungen Microsoft Gold Certified Partner und VMware Enterprise VIP Reseller ausgezeichnet. Dies spiegelt den hohen Ausbildungsstand und die Praxiserfahrung der COMLINE Berater wider und ermöglicht eine unabhängige Beratung im Bereich Virtualisierung.

 
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